Bundestag will Kommunen entlasten
Um die deutschen Bundesländer und Gemeinden finanziell zu entlasten, will der Bundestag ihnen jährlich insgesamt eine Milliarde Euro zusätzlich zur Verfügung stellen, etwa für Kitas, Schwimmbäder und Bibliotheken. In vielen deutschen Gemeinden fehlt dafür das Geld. Damit das Gesetz in Kraft tritt, muss noch der Bundesrat zustimmen.
Zwölf Tote bei Waldbrand
Zwölf Menschen sind bei einem Waldbrand im Süden Spaniens ums Leben gekommen. Einige der Opfer habe man in ihren Autos gefunden, teilten die Rettungskräfte mit. Die Feuerwehr sei nach wie vor im Einsatz, um den Brand zu bekämpfen. Mehrere Ortschaften wurden evakuiert.
Oberster Führer Chamenei beerdigt
Irans früherer oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei ist mehr als vier Monate nach seiner Tötung durch einen Luftangriff der USA und Israels beerdigt worden.
Die Bestattung erfolgte im Imam-Reza-Schrein in seiner Heimatstadt Maschhad unter Ausschluss der Öffentlichkeit, wie iranische Medien in der Nacht auf Freitag berichteten. Die Trauerfeiern dauerten fast eine Woche. Millionen Menschen nahmen nach staatlichen iranischen Angaben teil.
Nachfolger ist Ali Chameneis Sohn Modschtaba. Dieser trat bislang jedoch nicht öffentlich auf. Es wird spekuliert, dass auch er bei dem Luftangriff verletzt wurde.
US-Flugpionierin Wally Funk tot
Die US-Pilotin und Flugpionierin Wally Funk ist mit 87 Jahren gestorben, wie eine Sprecherin ihres letzten Wohnorts im US-Bundesstaat Texas bestätigte.
Funk absolvierte in den 60ern eine Ausbildung zur Astronautin. Ins All flog sie aber erst 2021 mit 82 Jahren. Damit war sie die älteste Frau, die je in den Weltraum reiste. Sie war auch die erste weibliche Inspektorin der US-Flugsicherheitsbehörde und die erste weibliche Flugunfallermittlerin.
Funk sei eines «natürlichen Todes» gestorben, umgeben von Menschen, die sie liebte, hiess es in der Mitteilung. Ihre «unerschütterliche Entschlossenheit» beweise, dass Träume kein Verfallsdatum hätten.
Gesundheitsversorgung unterbrochen
Zwei Wochen nach dem schweren Doppel-erdbeben in Venezuela ist die Gesundheitsversorgung teils unterbrochen, wie die Panamerikanische Gesundheitsorganisation mitteilt.
Überfüllte Notunterkünfte und fehlender Zugang zu sauberem Trinkwasser stellten Risiken für den Ausbruch von Krankheiten dar. Auch der fehlende Zugang zu Impfungen sei ein Problem. Zudem müsse die psychische Belastung der Opfer sowie des Gesundheitspersonals berücksichtigt werden.
Mehr als 17'000 Menschen sind laut Organisation weiterhin obdachlos und leben in Notunterkünften. Die Regierung beziffert die Zahl der Toten derzeit mit mehr als 3800.
SVP nominiert Rickli und Hübscher
Die SVP des Kantons Zürich tritt bei den Regierungsratswahlen im Frühling mit Natalie Rickli und Martin Hübscher an. Beide wurden an der Delegiertenversammlung nominiert. Rickli ist seit 2019 Gesundheitsdirektorin und tritt erneut an. Nationalrat Hübscher soll den Sitz des abtretenden Finanzdirektors Ernst Stocker verteidigen.
Rekordzahlen ziviler Opfer in UKR
Allein im Monat Juni sind mindestens 265 Zivilistinnen und Zivilisten in der Ukraine getötet und mehr als 1800 verletzt worden.
Das sei die höchste Gesamtzahl seit den ersten Monaten nach Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022, sagte UNO-Politikchefin Rosemary DiCarlo an einer Sitzung des UNO-Sicherheitsrates. Im Mai seien in der Ukraine so viele Zivilistinnen und Zivilisten getötet worden wie zuletzt im April 2022. Im Juni und auch im Juli könnten die Opferzahlen gemäss den bisherigen Daten aber noch höher sein.
Die definitiven Juni-Daten will die UNO in drei Wochen Ende Juli veröffentlichen.
VW soll bis 2030 schrumpfen
Die Führung des deutschen Autokonzerns VW hat am Donnerstag darüber beraten, wie es mit dem angeschlagenen Unternehmen weitergehen soll. Entschieden wurde, dass VW bis 2030 schrumpfen soll.
Künftig sollen noch neun Millionen Autos pro Jahr gebaut werden. Aktuell seien es rund zehn Millionen pro Jahr, teilt VW mit. Die Zahl der angebotenen Automodelle soll um bis zu 50 Prozent reduziert werden, auch Ausstattungsoptionen für die Autos sollen zusammengestrichen werden.
Welche Auswirkungen diese Massnahmen auf die Angestellten haben, dazu sagt VW nichts. Im Vorfeld hatten deutsche Medien berichtet, dass Zehntausende Arbeitsplätze gestrichen werden könnten.
Kredit für Umsiedlungen
Die Gemeindeversammlung der Bündner Gemeinde Albula/Alvra hat einem Kredit zugestimmt, der freiwillige Umsiedlungen aus der Gemeinde Brienz ermöglicht.
Das Bergdorf wurde in den letzten Jahren mehrfach wegen eines drohenden Bergsturzes evakuiert. Bewohnerinnen und Bewohner, die den Ort deshalb verlassen möchten, sollen dies ohne grosse finanzielle Verluste tun können. Die Gemeindeversammlung hat deshalb einem Kredit von gut 82 Millionen Franken zugestimmt, wie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtet. Der Betrag wird später grösstenteils vom Kanton Graubünden und vom Bund übernommen.
Bislang gibt es bei der Gemeinde 42 Gesuche für eine präventive Umsiedlung.
Mexiko klagt gegen ICE-Behörde
Nach mehreren Todesfällen von Mexikanern im Zusammenhang mit der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE in den USA will Mexiko gegen die Verantwortlichen klagen. Das kündigte Staatspräsidentin Claudia Sheinbaum an.
Zuvor hatte der mexikanische Aussenminister Roberto Velasco erklärt, dass in den USA bisher drei Mexikaner bei Abschieberazzien und 14 weitere in ICE-Haftzentren ums Leben gekommen seien. Laut Präsidentin Sheinbaum will Mexiko in den einzelnen US-Bundesstaaten und bei der US-Bundesanwaltschaft Klagen gegen die Verantwortlichen einreichen.
Sheinbaum spricht von Tötungsdelikten und Menschenrechtsverletzungen.
Umfrage zur Armee-Finanzierung
Bundesrat Martin Pfister will die Schweizer Armee aufrüsten. Finanziert werden soll die Aufrüstung unter anderem mit einer Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,5 Prozent. In der Bevölkerung fällt diese Idee Stand jetzt aber deutlich durch.
Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Forschungsinstitutes GFS Bern im Auftrag des Industrie- und Tech-Verbandes Swissmem. Die Umfrage liegt SRF vor. Dabei sagten zwei Drittel der Befragten Nein oder eher Nein zu einer Finanzierung der Armee-Aufrüstung über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer.
Die Umfrage zeigt aber auch, dass eine Mehrheit grundsätzlich für mehr Geld für die Armee ist.
13 Verletzte bei Stierlauf
Der dritte Stierlauf des diesjährigen San-Fermín-Festes im spanischen Pamplona hat die Rettungskräfte ungewöhnlich stark beschäftigt.
Gleich 13 Teilnehmer seien bei dem Lauf durch die engen Gassen der Stadt im Norden Spaniens ernster verletzt worden, teilten die Organisatoren mit. Alle Verletzten seien Männer im Alter zwischen 18 und 68 Jahren. Die meisten seien mit Verletzungen wie Prellungen, Schnittwunden und Knochenbrüchen in Spitäler gebracht worden.
Bei dem Fest werden täglich sechs Kampfbullen durch die Gassen der Altstadt gejagt. Bei den Mutproben über die rund 825 Meter lange Strecke werden jedes Jahr Läufer verletzt.
F verschärft Sicherheitsmassnahmen
Rund um den WM-Viertelfinal zwischen Frankreich und Marokko sind die Sicherheitsmassnahmen in zahlreichen französischen Städten verschärft worden, um Ausschreitungen zu verhindern.
Tausende Polizistinnen und Polizisten waren landesweit im Einsatz, insbesondere in der Hauptstadt Paris. Dort wollte die Stadtregierung mit verschiedenen Massnahmen Gewalt verhindern. So war es verboten, Feuerwerk mitzunehmen.
Paris verlängerte die Öffnungszeiten für die Aussengastronomie bis um zwei Uhr morgens. Dafür durften Restaurants und Bars keinen Alkohol zum Mitnehmen verkaufen und mussten gratis Wasser zur Verfügung stellen. Dazu kam es zu Strassensperrungen.
Schneller Anstieg von Ebola-Fällen
Die Zahl der Ebola-Fälle in Kongo-Kinshasa steigt rasch.
Innerhalb von nur einer Woche sei die Zahl der Fälle um 25 Prozent angestiegen, heisst es von der afrikanischen Gesundheitsbehörde CDC. Demnach steigen die Fallzahlen so schnell wie bei keinem der vorangegangenen Ausbrüche. Die kongolesische Regierung spricht inzwischen von mehr als 1700 laborbestätigten Fällen seit Beginn des Ausbruchs im Mai. Tote gab es bislang 600.
Unterdessen werden die Betten für die Behandlung von Ebola-Patienten knapp. 95 Prozent der Kapazitäten seien ausgeschöpft, hiess es beim CDC weiter.
Count Binface tritt gegen Farage an
Der Chef der Rechtspopulisten in Grossbritannien, Nigel Farage, bekommt Konkurrenz bei der Ersatzwahl in seinem Bezirk. Gegen ihn tritt Count Binface an, übersetzt Graf Mülltonnengesicht.
Count Binface ist eine Kunstfigur im Mülltonnenkostüm des Komikers John Harvey, die immer wieder bei Wahlen antritt. Bisher sei seine Erfolgsquote aber nicht hoch gewesen, sagt Grossbritannien-Korrespondentin Fiona Endres.
Vor wenigen Tagen gab Farage seinen Rücktritt aus dem Parlament bekannt. Hintergrund ist ein Skandal um nicht deklarierte Spenden. Gleichzeitig kündigte Farage an, dass er wieder antritt. Die grossen Parteien verzichten auf eine Gegenkandidatur.
UKR habe nichts zu tun mit Nord Stream
Die Ukraine will mit den Sprengungen der Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee weiterhin nichts zu tun haben.
Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft teilt mit, es gebe bisher keine Belege, dass staatliche Stellen der Ukraine in die Sabotage verwickelt seien. Dies widerspricht einer Anklage, die Deutschland im Juli erhob.
Die Ermittlungen der deutschen Behörden waren zum Schluss gekommen, dass ein ehemaliger ukrainischer Soldat die Sprengungen organisiert habe. Die Anklage bedeute noch keinen Schuldspruch, heisst es aus Kiew dazu. Die Ermittlungen seien jedoch noch nicht abgeschlossen. Man sei bereit, mit der deutschen Justiz zusammenzuarbeiten.
Iran reagiert auf US-Angriffe
Nach US-Angriffen auf Ziele im Iran hat der Iran seinerseits Raketen auf Staaten in der Region abgeschossen, die mit den USA verbündet sind.
Dabei nahm der Iran neben Bahrain, Kuwait und Katar zum ersten Mal seit zwei Wochen auch Jordanien ins Visier. Die iranischen Revolutionsgarden teilen über staatliche Medien mit, sie hätten zehn Raketen auf einen Militärstützpunkt in Jordanien abgeschossen.
Aus Jordanien heisst es, acht Raketen seien abgefangen worden. Berichte über Schäden oder Opfer gibt es nicht. Die Revolutionsgarden drohen zudem mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Golfregion, sollten die USA weiter Ziele im Iran angreifen.
Rücktritt bei Spitalgruppe
Der ehemalige FDP-Nationalrat Kurt Fluri tritt per sofort als Verwaltungsratspräsident der Solothurner Spitäler zurück. Die Kantonsregierung hat Unregelmässigkeiten im Lohnsystem festgestellt.
Der frühere Chef der Spitalgruppe hat laut der Kantonsregierung über eine halbe Million Franken zu viel an Lohn und Zulagen erhalten. Fluri hat die Unregelmässigkeiten im Personalrecht relativiert und gerechtfertigt, für das Spital sei kein Schaden entstanden.
Die Regierung hingegen schreibt, diese Haltung habe zu einem Vertrauensbruch geführt. Der Regierungsrat plante deshalb seine Absetzung, dem kam Fluri nun zuvor.
Uber-Eats-Fahrer sind quasi Pöstler
Wer für den Lieferdienst Uber Eats als Kurier arbeitet, ist quasi eine Pöstlerin oder ein Pöstler. Zu diesem Schluss kommt das Bundesverwaltungsgericht.
Es hat geurteilt, dass Uber Eats nicht einfach ein Lieferdienst ist, sondern als Anbieterin von Postdiensten gilt. Denn beim Lieferdienst kann man nicht nur Essen von Restaurants bestellen, sondern zum Beispiel auch Haushaltsartikel aus Läden oder Kiosken.
Das Urteil bedeutet, dass Uber Eats der Meldepflicht der Eidgenössischen Postkommission untersteht und regelmässig nachweisen muss, dass sie die branchenüblichen Arbeitsbedingungen einhält. Das Unternehmen kann das Urteil noch ans Bundesgericht weiterziehen.
Mit 172 km/h durch den Gotthard gerast
Mit durchschnittlich 172 Kilometern pro Stunde statt der erlaubten 80 Kilometern pro Stunde ist ein Autofahrer mit deutschem Kennzeichen durch den Gotthardstrassentunnel gerast. Dabei überfuhr er 21 Mal die doppelte Sicherheitslinie, um Fahrzeuge zu überholen. Das teilte die Kantonspolizei Uri mit.
Der 22-jährige Raser wurde von der Kantonspolizei Tessin gestoppt und dann der Kantonspolizei Uri übergeben.
Diese erliess gegen den Mann ein Fahrverbot, er musste ein Bussendepositum von mehreren tausend Franken abgeben. Ein Drogenschnelltest verlief positiv.
Zehn Jahre Gefängnis für Kondukteur-Tod
Fünf Monate nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter in Deutschland ist der Angeklagte zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden.
Die Tat geschah in einem Regionalexpress bei der Stadt Landstuhl im Bundesland Rheinland-Pfalz. Sie wurde von Überwachungskameras aufgezeichnet. Der 26-jährige Grieche hatte demnach kein Billet und wollte sich nicht ausweisen.
Nach der Aufforderung des Kondukteurs, auszusteigen, kam es zu der Tat. Der Angeklagte schlug den Zugbegleiter so heftig, dass dieser später an einer Hirnblutung starb. Der Angeklagte kann das Urteil weiterziehen.
Anzahl Piratenangriffe zurückgegangen
Die Zahl der Piratenangriffe auf See ist auf den niedrigsten Stand seit 1992 gefallen. 38 Angriffe von Piraten zählte das Internationale Schifffahrtsbüro mit Sitz in London im ersten Halbjahr 2026. Letztes Jahr waren es im gleichen Zeitraum 90.
Laut Bericht enterten die Piraten 27 Schiffe und entführten fünf. Vier der fünf gemeldeten Schiffsentführungen gingen auf das Konto somalischer Piraten. Insgesamt nahmen die Piraten 67 Besatzungsmitglieder als Geiseln. Eine Person wurde verletzt.
Das IMB gehört zur Internationalen Handelskammer und fungiert als zentrale Meldestelle für alle Vorfälle von Seepiraterie.
Mehrheit will stärkere PFAS-Regulierung
Eine Mehrheit der Bevölkerung in der Schweiz wünscht sich strengere Massnahmen gegen PFAS, sogenannte Ewigkeitschemikalien. Das zeigt eine Umfrage des Schweizer Umweltpanels in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich und dem Bundesamt für Umwelt.
Die PFAS-Chemikalien werden immer wieder in Schweizer Böden und Gewässern nachgewiesen. Über Lebensmittel gelangen sie dann auch in den menschlichen Körper. Es gelten zwar Grenzwerte für Lebensmittel. Eine Mehrheit der Befragten wünsche sich aber eine stärkere Regulierung durch den Bund, sagt Thomas Bernauer von der ETH Zürich.
Bis Ende 2027 will der Bund einen Aktionsplan zu PFAS erarbeiten.
Festnahme auch in der Schweiz
Bei einem Schlag gegen eine mutmassliche Schleuserbande haben Ermittler in Deutschland und der Schweiz fünf Männer festgenommen. Neben einem mutmasslichen Organisator der Gruppe in Genf seien vier Männer in den deutschen Städten Dortmund, Delmenhorst und Berlin gefasst worden. Das teilten die Staatsanwaltschaft Landshut und die deutsche Bundespolizei mit.
Die Bande, der die fünf Männer zugerechnet werden, soll insgesamt mehr als 700 Menschen illegal nach Deutschland gebracht und so Millionen Euro eingenommen haben.
Die Staatsanwaltschaft Landshut soll sich um die Auslieferung des in der Schweiz festgenommenen Mannes kümmern.
Russische Ölanlagen unter Beschuss
Die Ukraine hat mit Drohnen russische Ölanlagen in mehreren Regionen angegriffen. In einem Öllager in Twer, nördlich von Moskau, ist ein Feuer ausgebrochen.
Im Süden Russlands brennt ein weiteres Öllager nach einem ukrainischen Drohnenangriff. Und im Asowschen Meer, bei der Halbinsel Krim, brennen mehrere Tankschiffe. Der Gouverneur der südrussischen Region Rostow hatte bereits am Vortag von Drohnenattacken auf Schiffe berichtet.
Alle diese Brände sind von den russischen Behörden bestätigt worden. Die Ukraine greift immer wieder Ölanlagen an und schädigt damit die Treibstoffversorgung in Russland.
Solarpanels verlieren an Schwung
Der Verkauf von Photovoltaikanlagen in der Schweiz ist vergangenes Jahr um fast 30 Prozent zurückgegangen. Das ist die erste Verlangsamung seit 2017. Dennoch blieb die Stromproduktion aus Sonnenenergie auf dem Vormarsch. Sie deckte fast 14 Prozent des Landesverbrauchs.
Erhoben hat die Daten der Branchenverband Swissolar im Auftrag des Bundes. Der Verband wertet den abnehmenden Photovoltaikausbau laut einem Communiqué als «Indiz für den Wandel im Strommarkt und die Verunsicherung in Sachen Energie- und Strompolitik des Bundes».
Für das laufende Jahr erwartet der Verband eine Stabilisierung der Neuinstallationen.
Die Sängerin Bonnie Tyler ist tot
Die britische Sängerin Bonnie Tyler ist im Alter von 75 Jahren gestorben. Tyler verstarb nach schwerer Krankheit in einem Spital in Portugal. Das bestätigte ihre Familie auf der offiziellen Website der Sängerin.
Grosse Powerballaden und ihre unverkennbar rauchige Stimme machten Bonnie Tyler weltweit berühmt. Sie sang etwa die Hits «Total Eclipse of the Heart» und «Holding Out for a Hero».
Geboren wurde Bonnie Tyler als Gaynor Hopkins am 8. Juni 1951 im walisischen Skewen. In ihrer Karriere veröffentlichte Tyler mehr als 80 Singles und 18 Studioalben. 2013 vertrat sie Grossbritannien beim Eurovision Song Contest, belegte aber nur den 19. Platz.
Kooperationsbüro in Syrien
Die Schweiz hat neu ein Kooperations-büro in Syrien. Diese aufgewertete Präsenz in der Hauptstadt Damaskus soll einen Beitrag zum politischen Wandel und zur Entwicklung in dem Land leisten, teilte das Aussendepartement EDA mit.
Das Büro ersetze das bisherige humanitäre Büro der Schweiz in Syrien. Das Engagement werde sich auf vier Schwerpunkte konzentrieren: menschliche Entwicklung, Klima und Umwelt, wirtschaftliche Entwicklung sowie Frieden und Regierungsführung.
Diplomatische und konsularische Angelegenheiten im Zusammenhang mit Syrien würden weiterhin von der Schweizer Botschaft in Beirut bearbeitet.
Nestlé baut in Thailand Produktion aus
Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé investiert 563 Millionen Franken in den Bau einer neuen Nescafé-Produktionsstätte in Thailand.
Wie Nestlé schreibt, soll das Werk Ende 2028 den Betrieb aufnehmen und die Produktionskapazität für löslichen Kaffee, Kaffeemischungen sowie trinkfertige Kaffeegetränke in Südostasien erhöhen. Nestlé rechnet mit mehr als 500 neuen Arbeitsplätzen. Zudem sollen jährlich lokale Rohstoffe und Zutaten im Wert von über 100 Millionen Franken bezogen werden.
Nach Angaben des Unternehmens zählt Thailand zu seinen wichtigsten Kaffeemärkten weltweit.
Christine Wunnicke wird ausgezeichnet
Die deutsche Schriftstellerin Christine Wunnicke erhält den diesjährigen Georg-Büchner-Preis. Das gibt die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung bekannt.
Wunnicke erhalte den Preis für ihr überraschendes und souverän konzipiertes Erzählwerk, begründet die Jury. Zu ihren bekannteren Romanen gehören «Die Dame mit der bemalten Hand» und «Wachs», mit denen sie auch auf der Shortlist des deutschen Buchpreises stand.
Der Georg-Büchner-Preis gehört zu den wichtigsten literarischen Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum. Er ist mit 50'000 Euro dotiert und wird im Oktober überreicht.